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Das Cover

Hybrid Theory ist das Debütalbum der Nu-Metal-Band Linkin Park. Es wurde am 24. Oktober 2000 bei Warner Brothers Records veröffentlicht. Es verkaufte sich weltweit bis 2009 über 29 Millionen Mal und erhielt in den USA Zehnfachplatin oder Diamantstatus, womit es zugleich das bestverkaufte Debütalbum im neuen Jahrtausend ist.[1] Es ist auch Linkins Park meistverkaufte Platte. 2002 war sie für drei Grammys nominiert.[2] Sie ist aufgeführt in den 1001 Albums You Must Hear Before You Die, „1001 Alben, die man hören muss, bevor man stirbt“.[3]

Die Bezeichnung Hybrid Theory stammt vom ursprünglichen Namen der Band.

EntstehungsgeschichteBearbeiten

RezeptionBearbeiten

William Ruhlmann vom Internetportal allmusic kritisierte die zwischen Angst und Wut variierenden Texte als nicht ganz glaubwürdig. Auch musikalisch seien Linkin Park eher ein Nachzügler bei einem Musikstil, der seinen Höhepunkt schon hinter sich habe. Drei von fünf Sternen wurden als Wertung vergeben.[5] Tyler Fisher hob auf www.sputnikmusic.com die „unglaubliche Zugänglichkeit“ der Musik von Linkin Park hervor, ebenso die „extrem gut funktionierenden“ Samples von DJ Joseph Hahn. Es handle sich um ein richtungsweisendes Mainstream-Album, musikalisch liege es aber „etwas über dem Durchschnitt“. Als Wertung vergab er ebenfalls drei von fünf Punkten.[1] Demgegenüber offenbarten sich laut Michael Rensen vom deutschen Rock Hard die Qualitäten des Albums „erst bei intensiverer Beschäftigung“, die Band habe zwar Nu-Metal-Einflüsse, doch durchaus auch ihren eigenen Stil. Rensen lobte die „vorbildliche Koexistenz von Raps und Rock-Vocals und die von fetten Gitarrenwänden und mächtigen Keyboardteppichen unterlegten Refrains“. Als Kritikpunkt sah er mangelnde Abwechslung beim Songaufbau. Er vergab acht von zehn Punkten

Bereits 1999, zu Zeiten der Nu-Metal-Welle um Bands wie Limp Bizkit und Korn, hatte die Band, damals noch unter dem Namen Hybrid Theory, eine selbstbetitelte EP aufgenommen, die aber wegen rechtlicher Probleme nie veröffentlicht wurde. Da es bereits eine andere Band dieses Namens gab und zudem die britische Firma Hybrid, musste die Gruppe den Namen in Linkin Park ändern. Alsbald nahm sie ein neun Stücke umfassendes Demo auf. Damals spielte die Band einige Konzerte, u.a. mehrfach in einem Club in Los Angeles. Zu dieser Zeit entstanden auch Kontakte zu Zomba Music. Linkin Park spielten Showcases vor Plattenmanagern und wurden von mehreren Labels abgewiesen. Auch gewannen sie über das aufkommende Internet, insbesondere bei MP3-Portalen, bereits erste Fans weltweit.[2][4]

Schließlich wurden Linkin Park Ende 1999 von Warner unter Vertrag genommen, nachdem Jeff Blue, ein Manager von Zomba, zu Warner gewechselt war. Linkin Park begannen mit weiterem Songwriting. Viele der Lieder, die auf Hybrid Theory kamen, waren aber auch überarbeitete Versionen der Demos. Auch die Suche nach einem Produzenten gestaltete sich zunächst schwierig, bis Don Gilmore letztlich gewonnen werden konnte. Zwischen März und Juni 2000 wurde das Album bei NRG Recordings in North Hollywood aufgenommen und am 24. Oktober 2000 in den USA veröffentlicht.[4] One Step Closer war bereits zuvor im Radio gespielt worden und wurde als erste Single veröffentlicht.

Inhalt [Bearbeiten]Bearbeiten

Titelliste [Bearbeiten]Bearbeiten

ChartplatzierungenErklärung der Daten
Singles
One Step Closer
DE 32 26.03.2001 (9 Wo.) [7]
AT 38 25.03.2001 (11 Wo.) [8]
CH 42 01.04.2001 (12 Wo.) [9]
UK 24 27.01.2001 (4 Wo.) [10]
US 75 10.02.2001 (17 Wo.) [11]
Crawling
DE 14 11.06.2001 (13 Wo.) [7]
AT 8 24.06.2001 (31 Wo.) [8]
CH 43 24.06.2001 (14 Wo.) [9]
UK 16 21.04.2001 (8 Wo.) [10]
US 79 11.08.2001 (20 Wo.) [11]
Papercut
DE 49 11.02.2002 (6 Wo.) [7]
AT 43 10.02.2002 (5 Wo.) [8]
CH 80 17.02.2002 (7 Wo.) [9]
UK 14 30.06.2001 (6 Wo.) [10]
In the End
DE 13 15.10.2001 (20 Wo.) [7]
AT 6 14.10.2001 (22 Wo.) [8]
CH 23 21.10.2001 (29 Wo.) [9]
UK 8 20.10.2001 (9 Wo.) [10]
US 2 03.11.2001 (38 Wo.) [11]
Alben
Hybrid Theory
DE 2 19.02.2001 (73 Wo.) [12]
AT 2 18.02.2001 (84 Wo.) [8]
CH 5 11.03.2001 (92 Wo.) [9]
UK 4 20.01.2001 (63 Wo.) [10]
US 2 11.11.2000 (103 Wo.) [13]

[7]

[8] [9] [10] [11] [12] [13]

Alle Songs sind als Remix auf dem Album Reanimation vorzufinden.

  1. Papercut – 3:05
  2. One Step Closer – 2:36
  3. With You – 3:23
  4. Points of Authority – 3:20
  5. Crawling – 3:29
  6. Runaway – 3:04
  7. By Myself – 3:10
  8. In the End – 3:36
  9. A Place for My Head – 3:05
  10. Forgotten – 3:14
  11. Cure for the Itch – 2:37
  12. Pushing Me Away – 3:12

Cover [Bearbeiten]Bearbeiten

Das Cover wurde nach einer Idee von Chester Bennington von Mike Shinoda gestaltet. Es stellt einen dunkelroten Soldaten mit Flügeln einer Libelle vor einem grauen Hintergrund dar.

Versionen [Bearbeiten]Bearbeiten

Auf der nur in Japan veröffentlichten Special Edition des Albums finden sich außer der gewöhnlichen Songs noch die beiden Lieder „My December“ und „High Voltage“ sowie das Musikvideo zu „One Step Closer“. Die selben beiden Lieder finden sich auch auf der iTunes-Edition des Albums wieder, statt des Musikvideos umfasst sie jedoch einen Livemitschnitt des Liedes „Papercut“.

Erhältlich ist auch eine Ausgabe mit einer Bonusdisc, die sowohl die beiden Bonustracks „My December“ und „High Voltage“, als auch Liveaufnahmen der Lieder „Papercut“, „Points of Authority“ und „A Place for My Head“ enthält.

Singleauskopplungen [Bearbeiten]Bearbeiten

Einen Monat nach der Veröffentlichung des Albums, am 28. November 2000, kam die erste Single „One Step Closer“ auf den Markt. Das dazugehörige Musikvideo wurde in einer stillgelegten U-Bahn-Station in Los Angeles gedreht.[14] Das Lied wurde zum ersten großen Hit der Band und erfreute sich einer hohen Rotation in Radio und Musikfernsehen. Der Song ist ebenfalls der Titelsong zum deutschen Film Das Experiment und daher auf dem Soundtrack dazu zu finden. Ein halbes Jahr später, am 1. Mai 2001 wurde die zweite Single „Crawling“ veröffentlicht. Das Musikvideo zum Lied spiegelt die Grundthematik des Liedtextes wider, den Missbrauch eines Kindes.

Die dritte Single „Papercut“ wurde am 25. September 2001 veröffentlicht. Das Lied beschäftigt sich mit der psychischen Krankheit Paranoia, was auch das Musikvideo zum Ausdruck bringt. Die vierte und letzte offizielle Single von Hybrid Theory trägt den Namen „In the End“ und wurde am 20. November 2001 veröffentlicht. Das Video wurde zwischen den Auftritten der Ozzfest-Tour 2001 in der Wüste von Kalifornien gedreht und zeigt den rappenden Mike Shinoda.

Auszeichnungen [Bearbeiten]Bearbeiten

Im Jahr 2002 erhielt die Band einen Grammy Award in der Kategorie „Best Hard Rock Performance“ für das Lied „Crawling“[15] und gewann den deutschen Musikpreis Echo in der Kategorie „Künstler/Künstlerin/Gruppe des Jahres international“.[16] Das Musikvideo zu „In the End“ wurde 2002 mit dem MTV Video Music Award ausgezeichnet.[17] Ebenfalls von MTV wurde die Band bei den MTV Europe Music Awards in den Kategorien „Best Group“ und „Best Hard Rock“ ausgezeichnet.[18]

Das Album erreichte in den Vereinigten Staaten innerhalb zweier Monate Gold- und innerhalb der ersten vier Monate Platin-Status. Anfang 2005 wurde Hybrid Theory von der Recording Industry Association of America (RIAA) zusätzlich mit der Diamantenen Schallplatte für zehn Millionen verkaufte Alben ausgezeichnet.[19] Im Vereinigten Königreich wurde das Album von der British Phonographic Industry mit Vierfach-Platin für insgesamt mehr als 1.200.000 verkaufte Platten ausgezeichnet.[20] In Kanada erlangte das Album den fünffachen Platin-Status mit insgesamt mehr als 500.000 verkauften Tonträgern.[21] Die International Federation of the Phonographic Industry (IFPI) zeichnete das Album in Deutschland mit Doppelplatin für 400.000[22], in Österreich mit Platin für 30.000[23] und in der Schweiz mit Platin für mindestens 40.000 verkaufte Platten[24] aus.